Grippe und ihre Behandlung aus homöopathischer Sicht

Jedes Jahr erneut wer­den wir durch die Medien vor einer Grippe und deren Fol­gen gewarnt. Uns wird eine Imp­fung emp­fohlen, neuerd­ings wird sogar eine homöopathis­che Imp­fung propagiert.

Mein Rat als klas­sis­che Homöopathin: Informieren Sie sich gründlich, bilden Sie sich Ihre eigene Mei­n­ung, bevor Sie sich impfen lassen. Siehe diesen Video-Beitrag von 3SAT. Aus meiner Sicht rate ich von einer Imp­fung ab, auch von einer homöopathis­chen, denn jede Imp­fung schwächt das Immun­sys­tem. Homöopathis­che Imp­fun­gen funk­tion­ieren nicht, weil sie nichts mit klas­sis­cher Homöopathie zu tun haben. Womit wir auch gle­ich beim Thema wären.

Als klas­sis­che Homöopathin brauche ich näm­lich Symp­tome des Betrof­fe­nen, um das geeignete Arzneimit­tel auszuwählen. Und vor Aus­bruch der Krankheit gibt es ja gar keine Symp­tome. Damit wir uns richtig ver­ste­hen: Ich möchte eine Grippe nicht ver­harm­losen. Sie ist eine ernst zu nehmende Krankheit und es ist wichtig, sich genug Zeit für die Gene­sung zu lassen, und es kann sogar gefährlich sein, wenn man sie möglichst schnell loswer­den will durch unter­drück­ende Medika­mente. Die Fol­geer­schei­n­un­gen kön­nen zu viel grösseren gesund­heitlichen Prob­le­men führen, wie zum Beispiel Pol­yarthri­tis, Depres­sion, etc. In der Schul­medi­zin wer­den Viren für eine Grippeepi­demie ver­ant­wortlich gemacht. Das stimmt ja auch, Viren kön­nen eine Grippe oder sogar eine –epi­demie aus­lösen. Doch so gese­hen müsste ja dann die gesamte Bevölkerung infiziert wer­den. Dem ist aber nicht so. Ein Virus kann nur bei den­jeni­gen Men­schen eine Grippe aus­lösen, welche schwach und anfäl­lig sind. Ob ein Men­sch infiziert wird, hängt vom all­ge­meinen Zus­tand seines Kör­pers und seiner Seele ab. Viele Fak­toren, wie zum Beispiel Stress, Äng­ste, Span­nun­gen, Unzufrieden­heit, Ärger, Eifer­sucht, etc. spie­len eine Rolle für unsere Gesund­heit. Unsere Leben­skraft, die uns vor äusseren Ein­flüssen beschützt, hat auch ihre Gren­zen. Wenn wir diese Gren­zen über­schre­iten, wird unsere Abwehrkraft geschwächt. Wir sind empfänglich für Viren und Bak­te­rien. Die Folge kann eine Krankheit sein, in unserem Fall die Grippe.

Kommt ein Patient zu mir, so berichtet er zuerst von seinen all­ge­meinen Grippesymp­tomen. Einige davon sind:

  • Fieber
  • Glieder­schmerzen
  • abwech­selnd Frösteln und Hitze
  • Nase­naus­fluss, Niesen
  • Kopf­schmerzen, Schwindel
  • Halss­chmerzen
  • Hus­ten

Jetzt beginnt meine Arbeit, indem ich den Patien­ten nach seinen indi­vidu­ellen Symp­tomen befrage. Diese unter­schei­den sich von den gewöhn­lichen, oben aufge­lis­teten Grippesymp­tomen. Genau diese spez­i­fis­chen Symp­tome des Patien­ten unter­schei­den ihn von einem anderen Patien­ten, der Grippe hat. Manch­mal sind auch zwei oder drei Fam­i­lien­mit­glieder von einer Grippe betrof­fen und so ist es zu erk­lären, dass die Wahrschein­lichkeit gross ist, dass jeder ein anderes homöopathis­ches Mit­tel erhält. So etwa hat der eine Patient Glieder­schmerzen, die in der Nacht beson­ders schlimm sind, der andere Patiente klagt über Glieder­schmerzen vor allem tagsüber. Die Schmerzen des einen wer­den etwas gebessert, wenn er langsam umhergeht, während der andere nur eine Milderung durch absolutes Stil­l­liegen erfährt. Einer ist durstig nur während dem Fieber­frost, der andere will nur trinken wenn er schwitzt. Der eine Patient ist gereizt und will alleine gelassen wer­den, und der andere klagt fortwährend über seine Schmerzen und will abso­lut nicht alleine gelassen wer­den. So drückt sich der Patient aus über die indi­vidu­ellen Symp­tome bei seiner Grippe (oder jeder anderen Krankheit) — und diese Symp­tome führen mich zum passenden Arzneimit­tel. Die indi­vidu­ellen Krankheitssymp­tome sind also wichtig, sie zeigen dem Men­schen an, dass etwas nicht in Ord­nung ist und er sollte sie ernst nehmen. Und ich als Homöopathin brauche sie, um die passende Arznei zu finden. Dabei achte ich auch auf Ausse­hen, Gemütsver­fas­sung, Ver­dau­ung, etc.

Kurz gesagt: Ein gestresster Men­sch bekommt die Grippe nicht deshalb, weil er an der Zugluft steht, son­dern weil sein Immun­sys­tem des Stresses wegen geschwächt ist.

Aus diesem Grund stellen wir Homöopa­then so viele Fra­gen, nicht weil wir von Natur aus so neugierig sind, son­dern weil wir den Men­schen als Ganzes betra­chten und weil jeder Men­sch sich anders aus­drückt durch seine indi­vidu­ellen Symp­tome, die sich bei ihm bei seiner Krankheit zeigen.

Manch­mal berichten Patien­ten auch von Fol­geer­schei­n­un­gen nach einer Grippe oder Grippeimp­fung, wie zum Beispiel:

  • Schlaflosigkeit
  • Gewichtsver­lust
  • Nachtschweiss
  • Heuschnupfen, Asthma
  • Haut­prob­leme

Diese Beschw­er­den drücken aus, dass der Men­sch eine tiefer­liegende Störung hat, und diese kön­nen mit einer Kon­sti­tu­tions­be­hand­lung zur Heilung gelangen.

Haben Sie Fra­gen zur Grippe, zu Imp­fun­gen oder zu Kon­sti­tu­tions­be­hand­lun­gen? Dann stehe ich gerne zu Ihrer Ver­fü­gung.

Im näch­sten Artikel werde ich ver­schiedene homöopathis­che Mit­tel in Bezug auf Grippe miteinan­der vergleichen.